Filialfinder

Der Milchbauer aus Mantscha

Die 60 Kühe von Müchbauer Thomas Gschier aus Mantscha geben beste Bio-Milch. Sorger wird damit bereits seit mehr als 20 Jahren beliefert. Auf saftigen Wiesen und Weiden wachsen aromatische Gräser und Kräuter – sie sind die feine Grundlage für köstliche Heumilch.

Für Thomas Gschier bestand nie Zweifel daran, dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten würde. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes in den Familienbetrieb hineingewachsen. Hier, in Mantscha, unweit von Graz, steht der Hof der Familie. Der Blick schweift über saftige Wiesen. Insgesamt 60 Hektar groß ist das Areal, das bewirtschaftet wird. Die Kühe tummeln sich auf der Weide, sieben Hektar Auslauf stehen ihnen zur Verfügung. Unterschlupf finden sie im Laufstall. Hier kommt sie also her, die gschmackige Bio-Heumilch, die Sorger in der Gastronomie verwendet, die es aber auch für daheim zu kaufen gibt. Bereits vor 25 Jahren hat die Familie Gschier auf biologische Landwirtschaft umgestellt. Das war zu einer Zeit, als „bio“ längst nicht in aller Munde war und das Bewusstsein für biologische Landwirtschaft noch in den Kinderschuhen steckte. Entsprechend skeptisch reagierte so manch anderer darauf. „Aus unserer Sicht war und ist das aber einfach der einzig richtige Weg.“ 1997 fanden sich dann drei Bauernhöfe des Ortes zur Betriebsgemeinschaft Mantscha Müch zusammen, seit dem Jahr 1998 ist Sorger bereits Partner dieser Vereinigung. Wie das kam? „Mein Papa ist damals einfach frech zu Sorger gegangen und hat unser Produkt angeboten“, erinnert sich Gschier an den Start einer wertvollen, langfristigen Zusammenarbeit, „Ulrike und Albin Sorger-Domenigg haben schon damals mit Weitblick reagiert, Bio-Produkte aus Überzeugung geschätzt und zugesagt.“

URSPRÜNGLICHE FORM

Allein der Name „Heumilch“ lässt sofort Bilder von aromatischen Kräutern und frischen Gräsern im Kopf entstehen. Und genau so ist es auch. „Um das Futter für den Winter zu konservieren, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man leitet einen Gärvorgang für die Silage ein oder aber man lässt das Heu trocknen“, erklärt Gschier. Letztere Variante gehört zu den ursprünglichsten Formen der Milchgewinnung und ist an den Lauf der Jahreszeiten angepasst. Weil der Zucker im Gras durch diese Variante nicht vergärt, mundet das nicht nur den Kühen besonders gut, auch die gewonnene Milch behält ihren süßlichen Geschmack.

Thomas Gschier ist Müchbauer aus Leidenschaft. „Wir sind 365 Tage im Jahr für unsere Tiere da“, lässt er keinen Zweifel daran, dass der Job viel abverlangt, die Versorgung der Kühe stets Priorität hat, „das bekommen auch meine drei Kinder bereits mit.“ Er ist überzeugt: „Wenn es den Tieren gut geht, geht es auch uns gut.“ Um die Arbeit in einen größeren Zusammenhang zu stellen, zitiert er gerne jenen durchaus verbreiteten Ausspruch, den auch schon sein Vater öfter getätigt hat: „Mehr als ein Bauer kann der Mensch nicht werden.“ Freilich kämpft man in diesem Beruf auch mit Herausforderungen, „die Erzeugerpreise sind seit 20 Jahren gleich geblieben“, gibt Gschier zu bedenken. Genau deshalb verlegt man sich auf die Direktvermarktung, erdenkt neue Produkte, erschließt neue Kundengruppen. Die Bio-Heumilch ist in diesem Sinne der Teil einer echten Erfolgsstory.