Filialfinder

Bio Eier: Kein Planet B

Die Bio-Eier, welche in unseren Gastronomiebereichen zu köstlichen Speisen verarbeitet werden, kommen von Bio-Bauer Roman Tieber, dem Nachhaltigkeit ein großes Anliegen ist. Man spürt und schmeckt den Unterschied.

Es ist ein geschäftiges Gegacker hier auf dem Hof von Roman Tieber in St. Martin am Wöllmißberg, das Besucher empfängt. Mehr als 1800 Legehennen tummeln sich im Stall sowie im Außenbereich und sind mit Picken und Scharren beschäftigt. Die Hühner können bei jeder Witterung hinaus. Dabei sind sie durchaus hart im Nehmen, Schnee stellt keinerlei Problem für den Aufenthalt unter freiem Himmel dar, nur Wind mag die große Schar nicht besonders gerne. Das birgt auch Herausforderungen: Die Pflege der Flächen ist intensiver, der Schutz vor Raubtieren wie Fuchs oder Geier aufwendiger. Durch die Bewegung verbrauchen die Hühner zudem mehr Energie, was sich in einer geringeren Legeleistung niederschlägt. Das alles erzählt uns Roman Tieber. Er hat sich bereits vor 15 Jahren – zum Start des Legehennenbetriebs – aus Überzeugung für die Freilandhaltung auf seinem 16 Hektar großen Bio-Bauernhof in der Weststeiermark entschieden. „Biologisch zu wirtschaften bedeutet, naturnah zu arbeiten“, sagt er. Das schätzt auch das Unternehmen Sorger in besonderem Maße. Das Bio-Frühstücksei vom glücklichen Huhn lässt grüßen: „In den Gastronomiebereichen unserer Filialen werden ausschließlich Bio-Eier für unser breites kulinarisches Angebot verwendet“, betont Geschäftsführer Albin Sorger-Domenigg.


STRENG KONTROLLIERT


Was bio und Freiland genau bedeuten? Jeder Legehenne steht ein Auslauf von zehn Quadratmetern zu, im Stall teilen sich statistisch gesehen sechs Hennen einen Quadratmeter. „Österreich hat eine der strengsten Richtlinien überhaupt“, sagt Tieber. Dies kommt Tierwohl und Tiergesundheit zugute. Davon zeugen auch die strengen Kontrollen, die angemeldet oder unangemeldet stattfinden können. In der kalten Jahreszeit werden die Bio-Hendln übrigens ausreichend mit Licht versorgt – in Summe sind es 14 Stunden pro Tag. „Das ist wichtig, weil sonst die Produktion zurückgefahren wird“, erklärt Tieber. Gefüttert werden sie vor allem mit einer nahrhaften Mischung aus Bio-Mais, Bio-Soja und Bio-Weizen. In der Blüte ihrer Legezeit stehen die Hühner übrigens rund ein Jahr lang, und zwar ab einem Alter von sechs Monaten. „Ich legte jeden Tag ein Ei und sonntags hätt ich frei“, müsste der legendäre Schlagertext allerdings in Abwandlung lauten. Denn die Hennen am Bio-Hof
legen durchschnittlich sechs Eier pro Woche, ergibt in Summe rund 10.000 Eier. Auch die gesamte Landwirtschaft im Betrieb von Roman Tieber unterliegt seit 30 Jahren der Bio-Prämisse. „Früher sind wir da wirklich fast als Außenseiter dagestanden“, erinnert sich der Landwirt, „heute ist das ein großer Trend. Man spürt und schmeckt den Unterschied einfach. Bio, das ist eigentlich eine Lebenseinstellung“, betont der Weststeirer. Nachhaltigkeit will Roman Tieber nicht als bloßes Schlagwort sehen. „Es ist mir ein echtes Anliegen, auch für die kommenden Generationen eine lebenswerte Umgebung zu sichern. Ich will meinen Kindern eine schöne Welt übergeben können, denn genau genommen haben wir sie nur von ihnen geliehen.“