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Urgetreide - Was ist das?


Die bekanntesten Vertreter vom Urgetreide sind Emmer und Einkorn.
Vor 10.000 Jahren galten sie noch als Grundnahrungsmittel. Doch durch die ständige Entwicklung im Bereich des Ertrages von Getreidesorten und derer Verarbeitung sind diese beiden Vertreter immer weiter in den Hintergrund geraten. Heute zählen zu den Urgetreide noch Hafer, Reis, Gerste und Dinkel. Alle diese Getreidesorten sind von einem Spelz umgeben, welches das Korn vor Schädlingen und Krankheiten schützt. Das heißt, ihre Körner sind – im Gegensatz zum heutigen Kulturweizen – nach dem Dreschen noch von den Spelzen umgeben, die eine Schutzhülle um das Korn bilden.
Während Weizen und Roggen heute in aller Munde sind, bleiben Urgetreide eine kulinarische Besonderheit. Die Urgetreide Einkorn und Emmer sind die Vorfahren von modernem Brotweizen, der weltweit in über 90 Prozent der Brote und Backwaren verwendet wird.

Nussig, buttrig, würzig, aromatisch – Urgetreide geben Gerichten und Gebäcken eine charakteristische Note. Der authentische Geschmack macht Backwaren mit alten Körnern so begehrenswert als Alternative zu herkömmlichen Weizengebäcken.

Urgetreide sind nicht nur kernig im Biss, sondern haben es auch ernährungsphysiologisch in sich: Dank der Tatsache, dass sie über Jahrtausende in Vergessenheit geraten waren, sind sie keinen Züchtungen unterworfen und ihr Nährstoffprofil ist heute so reichhaltig wie damals. Die historischen Getreidesorten haben zahlreiche ernährungsphysiologische Vorteile gegenüber modernem Getreide: Einkorn, Emmer und Urroggen beispielsweise enthalten mehr Mineralien, Proteine und Spurenelemente als ihre Nachkommen.